Ambulante & stationäre Operationen

Dr. Stefan Ellwanger und Dr. Carsten Schneider haben ihre Ausbildung zu Fachärzten für Orthopädie und Unfallchirurgie im Lubinus-Clinicum absolviert und waren danach weiter als Stellvertretender Leitender Arzt und Oberarzt in der "Abteilung für Unfallchirurgie, Arthroskopische Chirurgie und Sporttraumatologie" tätig. Währendessen erwarben sie Zusatzqualifikationen wie "Spezielle Operative Orthopädie" und "Spezielle Unfallchirurgie". Dr. Ellwanger ist darüberhinaus Instruktor der "Deutschsprachigen Arbeitsgemeinschaft für Arthroskopie" (Arthroskopeur AGA).

Beide sind weiter operativ für die Patienten der Praxis tätig. Vorbehandlung, Operation und Nachbehandlung liegen damit in einer (fachärztlichen) Hand. Die Eingriffe werden im Lubinus-Clinicum durchgeführt.

Die ambulante oder stationäre Planung eines Eingriffes hängt von der Art der Operation, dem Alter und Gesundheitszustand, dem Anreiseweg und den häusslichen Lebensumständen ab. Immer wird dieses individuell festgelegt. Eine Krankenhausaufnahme nach eigentlich ambulanter Planung ist nur sehr selten notwendig, aber jederzeit möglich. Nach einer ambulanten Operation ist die ärztliche Erreichbarkeit durch die Notfallambulanz des Clinicums und die Operateure 24 stündlich gegeben.

 

Schwerpunkte der Tätigkeit liegen in der arthroskopischen (spiegelnden) Chirurgie der Gelenke.


Am Kniegelenk werden in dieser Technik u.a. Eingriffe

  • am Meniscus als Teilentfernung oder Naht (Meniscusteilresektion oder Meniscusrefixation)
  • am Knorpel bei Knorpelschäden oder Arthrose als Glättung oder Anfrischung (Abrasion oder Mikrofrakturierung)
  • als Entfernung freier Gelenkkörper
  • als Kniescheibenkorrekturen bei Ausrenkung (Instabilität) oder Fehlstellung als Versetzung des Ansatzes des Kniescheibenbandes am Schienbeinkopf (Tuberositas Tibiae Versetzung) oder Bandrekonstruktion (Ersatz des medialen patellofemoralen Ligamentes, sog MFPL-Ersatz)
  • und bei Kniebandverletzungen (z.B.Riss des Vorderen Kreuzbandes)

durchgeführt.

Der Ersatz des Vorderen Kreuzbandes erfolgt unter Verwendung körpereigenen Sehnenmaterials (Semitendinosussehne), die Befestigung erfolgt mit dem bewährten metallfreien und resorbierbaren Implantatsystem der Fa Mitek (Rigidfix).

Bei O-Bein bedingter Arthrose des Kniegelenkes können achskorrigierende oder umstellende Operationen infolge der Lastverschiebung im Knie oft gute Erfolge erzielen und Knieendoprothesen um Jahre verschieben oder verhindern. Diese Operationen werden in der aktuellen von innenseitig öffnenden Technik (Open Wedge Osteotomie) durchgeführt und über ein von vornherein stabiles Implantat (Tomofix Fa Synthes winkelstabil) so versorgt, dass auf jegliche externe Fixation (Schienen, Orthesen u.a.) verzichtet werden kann.

Am Schultergelenk werden arthroskopisch

  • Sehnenengpassproblematiken (Impingement-Syndrome) durch Gleitraumerweiterungen (Acromioplastiken, subacromiale Dekompressionen)
  • Kalkdepots in den Schultersehnen (Tendinitis calcarea) durch Kalkdepoteröffnungen und -entleerungen

therapiert.

Oft ist bei diesen Krankheitsbildern die Entfernung des entzündlich mitreagierenden Schleimbeutels an der Sehnenoberfläche (Bursitis subacromialis, Bursektomie) notwendig, da hier die Ursache des  heftigen entzündlichen Nachtschmerzes liegt.

Sehnenrisse (Rotatorenmanschettenrupturen) am Schultergelenke sind häufig und entwickeln sich meistens schleichend altersbedingt, seltener als echte Unfallfolge. Eine Rekonstruktion der Sehnen sollte wegen drohender Funktionseinschränkungen immer erwogen und unter Berücksichtigung der Lebenssituation der Patientin/des Patienten diskutiert werden. Kleine und mittlere Rissgrössen können oft in gedeckter, spiegelnder Technik versorgt werden (Arthroskopische Rotatorenmanschettenrekonstruktion). Bei grösseren Rissen sind Operationen über kurze Hautschnitte den arthroskopischen Techniken in den Ergebnissen (noch) überlegen (Mini Open Technik). Jahrelang bestehende Risse mit Verlust der angrenzenden Muskelfunktion sind unter Umständen nicht rekonstruierbar.

Folgeeingiffe nach Frakturen und Osteosynthese (operative Knochenbruchbehandlung mit Implantaten) als Metall-oder Materialentfernungen werden regelmässig durchgeführt.